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Enablement · 30. Oktober 2024

Schaffen wir das? KI-Enablement in Unternehmen

Wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden auf KI vorbereiten - mit Beispielen von HTEC, Crowe und Adobe sowie fünf konkreten Tipps für die eigene Enablement-Strategie.

Ende diesen Jahres kann ich auf mittlerweile 2 Jahre voller KI-Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und Prompathons zurückblicken. Was mir dabei immer deutlicher wurde: einer alleine reißt es nicht. KI im Unternehmen, das ist Mannschaftssport, da müssen alle ran, jede*r ist wichtig und hat diese eine großartige Qualifikation, die sonst kaum jemand hat. Ich wurde neugierig. Was machen denn die anderen Unternehmen da gerade so? Wie stellen die sich momentan auf, wenn es um das KI-Enablement ihrer Belegschaft geht? Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Einführung künstlicher Intelligenz (KI) vorbereiten und diese Technologie erfolgreich implementieren?

DASS hier was passieren muss, das hat die Studie von Seismic, einem Unternehmen im Bereich Enablement, herausgefunden. Ein paar Zahlen aus dieser Studie:

  • 45% nennen finanzielle Engpässe als Haupthindernis zur Einführung von KI im Unternehmen
  • 61% sehen Generationsunterschiede als Hürde bei Tech-Akzeptanz
  • 66% empfinden “KI” als stigmatisiert
  • 48% vermeiden den Begriff “KI” in der Kommunikation
  • 79% der Gen-Z-Führungskräfte treiben KI-Einführung aktiv voran
  • 50% der Babyboomer-Führungskräfte engagieren sich für KI
  • 88% erwarten generationsübergreifende KI-Akzeptanz in 5 Jahren

Sieht nicht so rosig aus. Steve Jobs hat da aber schon mal einen guten Anfang gemacht. Das fängt alles viel früher an, als man es sich im oben gezeichneten Kontext so gerne vorstellt, nämlich bei der Haltung, die ich gegenüber meinem Job an den Tag lege. Es liegt an dem was ich mache und wie ich meinen Beruf angehe. Naja, jedenfalls soll Jobs gesagt haben:

“Ihre Arbeit wird einen großen Teil Ihres Lebens ausfüllen, und die einzige Möglichkeit, wirklich zufrieden zu sein, besteht darin, das zu tun, was Sie für eine großartige Arbeit halten. Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, ist, das zu lieben, was man tut.”

Wie schaffen es also Unternehmen, Menschen für den Einsatz oder wenigstens zum Denken über den Einsatz von KI zu motivieren? Sie fortzubilden, ihnen die Freude an der Technologie zu vermitteln? Das schauen wir uns einmal genauer an. Und vielleicht springt dabei ja auch etwas heraus, das Du in Deinem unternehmerischen Umfeld verwenden oder angehen kannst.

Erfolgreiche Implementierung von KI-Enablement-Strategien

Wir müssen mal deutlich feststellen: die Einführung von KI-Lösungen ist heute eigentlich nicht mehr eine Frage, sondern eher ein Muss. FoMo wohin man sieht. Und mittendrinnen Unternehmen wie die HTEC Group und Crowe, die scheinbar schon aufschlussreiche Ansätze zur Implementierung von KI-Programmen entwickelt haben.

Die HTEC Group hat ein umfassendes KI-Enablement-Programm aufgestellt, das sich in zwei Stufen unterteilt: Level 1 (AI Literacy), das grundlegendes KI-Wissen für alle Mitarbeiter vermitteln soll, und Level 2 (AI Advanced), das vertiefende KI-Fähigkeiten für technische Mitarbeiter anbietet. Das Ziel: 100 % “KI-Literacy” innerhalb eines Jahres. Das gelingt nur bei einer ganzheitlichen Schulung aller Mitarbeitenden. Nur so kann KI erfolgreich integriert werden.

Praktische KI-Anwendung und Weiterbildung

Crowe hat ein mehrstufiges AI-Upskilling-Programm entwickelt, das von Grundlagenkursen zu KI-Ethik und Risiken bis hin zu spezialisierten “AI Guilds” für kollaboratives Lernen geht. Diese Initiativen fördern nicht nur das Wissen, sondern auch eine Kultur des Austauschs und der Transparenz über KI-bezogene Bedenken. Der Fokus liegt auf der Integration von KI in bestehende Workflows und die Schaffung von Räumen für offenen Austausch.

Unternehmensspezifische KI-Implementation

Adobe verfolgt einen dualen Ansatz in der KI-Ausbildung: er richtet sich sowohl an externe Lernende als auch an die eigenen Mitarbeiter. Während ihre globale AI@Adobe-Initiative darauf abzielt, bis 2030 durch Partnerschaften mit Coursera und anderen Organisationen 30 Millionen externe Lernende mit KI-Kompetenz und digitalen Fähigkeiten zu erreichen, investieren sie gleichzeitig stark in die Weiterbildung ihrer eigenen Mitarbeitenden. Intern betreibt Adobe ein umfassendes sechsmonatiges KI-Schulungs- und Zertifizierungsprogramm für Ingenieure, ein verpflichtendes “Trusted AI”-Training für alle Mitarbeiter und unterhält eine funktionsübergreifende “AI@Adobe”-Arbeitsgruppe. Ihre Mitarbeiter nehmen aktiv als “Kunde Null” am Beta-Test neuer KI-Tools teil, wobei seit März 2023 tausende Mitarbeitende in insgesamt über 30 Beta-Tests involviert waren. Der Erfolg dieser internen Initiativen lässt sich sehen: 68% der Ingenieure berichten von verbesserten KI-Kenntnissen und 50% setzen ihr Gelerntes in neuen Projekten um, während Mitarbeitende durchschnittlich 131 Stunden KI-bezogene Kurse absolvierten.

Tipps und Tricks für die KI-Implementierung

  1. Strukturierte Lernpfade: Differenziere zwischen technischen und nicht-technischen Mitarbeitern, um spezifische Schulungen anzubieten.
  2. Praktische Integration: Implementiere interne Communities und regelmäßige Feedbackschleifen, um eine kontinuierliche Weiterbildung zu gewährleisten.
  3. Vertrauensbildung: Kommuniziere transparent über den Nutzen von KI und die ethischen Aspekte, um Bedenken zu minimieren.
  4. Kultureller Wandel: Fördert eine Kultur des Experimentierens und des kollaborativen Lernens, um die Akzeptanz für KI zu steigern.
  5. Ressourcen und Tools: Stelle sicher, dass die notwendigen Tools und Ressourcen für die Integration von KI zur Verfügung stehen.

Jemand sitzt heute im Schatten…

“Jemand sitzt heute im Schatten, weil jemand vor Jahren einen Baum gepflanzt hat.”

Warren Buffett trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Leistung der Angestellten, egal ob in kleinen, mittelständischen Unternehmen oder großen “Global Players”, steht und fällt mit ihrer zeitnahen Vorbereitung auf neue Technologien, die absehbar unsere geschäftliche sowie private Zukunft maßgeblich beeinflussen werden. Investitionen in das “KI-Enablement” der Mitarbeitenden sind wie der Baum, der uns in Zukunft Schutz und Schatten in schwierigen Zeiten spenden wird. Wer jetzt zögerlich bei der Fortbildung in Sachen KI ins Klein-Klein abgleitet oder gar komplett abwinkt, wird früher oder später weder mit dem Wettbewerb mitziehen noch konkurrieren können. Und von wirklich schlechten Zeiten, Stichwort “Demografischer Wandel”, fange ich am besten erst gar nicht an. Also, fangt ihr in eurem Unternehmen besser noch heute damit an, eure Kolleginnen und Kollegen KI-fest zu machen. Vielleicht ja sogar mit Hilfe von… KI?

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